Vatertag

Der Vatertag wird in Deutschland an Christi Himmelfahrt, dem Donnerstag 39 Tage nach Ostern gefeiert. Dort wo er noch traditionell gefeiert wird, besonders in den ländlichen Gebieten Norddeutschlands wird er in aller Regel als Herrenpartie veranstaltet. In vielen Dörfen wird ein Traktoranhänger mit Strohballen zum Sitzen und Bier in ausreichender Menge beladen, die Männer steigen auf und unternehmen eine ausgedenhte Ausflugsfahrt, die oft noch mit Grillen an einer Feuerstelle verbunden wird, wenn das Wetter es zuläßt. Wenn nicht, landet man am Ende in einer Scheune; in jedem Fall aber widmen sich alle Beteiligten mit voller Kraft dem Ziel, das von den Junggesellen für die Väter besorgte Bier vollständig auszutrinken. Wo Traktor und Anhänger nicht verfügbar sind oder die Gruppe zu klein ist, wird gern auch eine gemeinsame Wanderung mit wohlgefülltem Bollerwagen unternommen.

In anderen Gegenden wird der Tag analog dem Muttertag oft in der Familie begangen und für gemeinsame Ausflüge oder Verwandtenbesuche genutzt. Beliebt sind auch Autokorsos und gemeinsame Motorradausflüge.

Der Ursprung des modernen Vatertages liegt in den USA, wo der Präsident Coolidge ihn 1924 vorschlug und Präsident Nixon ihn 1974 als offiziellen nationalen Feiertag einführte und den dritten Sonntag im Juni als Datum festsetzte. Die deutschen Sitten und Bräuche zum Vater- oder Herrentag werden auf heidnische Zeiten zurückgeführt, wo es die Sitte der gemeinsamen Flurbegehung der Männer eines Dorfes zur Frühjahrszeit gab, bei der man die Felder segnete, eventuelle Schäden begutachtete und die ersten Frühjahrskräuter sammelte. Da den germanischen Gottheiten häufig Trankopfer gebracht wurden, kann man davon ausgehen, daß schon damals alkoholische Getränke mitgeführt und auch getrunken wurden.

Abbildungsnachweis: © Andykazie | Stock Free Images & Dreamstime Stock Photos

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